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Inklusive Kultureinrichtungen Inhalt

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BayFinK teilt Erfahrungen aus der kuratorischen und vermittelnden Museumsarbeit und entwickelt in der Praxis individuelle Lösungsansätze für bestehende Probleme. Dabei werden die Vorzüge des außergewöhnlichen Projektstandorts Bayreuth genutzt: Die Universität Bayreuth liefert mit dem Projekt BayFinK als Teil des bayernweiten Forschungs- und Praxisverbunds „Inklusion an Hochschulen und barrierefreies Bayern“ den akademischen Hintergrund für die praktische Arbeit und Vernetzung der Kultureinrichtungen. Interdisziplinär verankert, wird in Bayreuth in Projekten zu inklusiver Hochschule und Museum geforscht, die in ihrer Summe einen Think Tank für die Reflexion von Barrieren, Zugänglichkeit, Sensibilisierung, Vermittlung und Minderheitenforschung bilden.

Die Expertise des Iwalewahaus als Raum für Kunst und Experiment bereichert dabei den Lehrgang: Die Kunst ist in der Weiterbildung immer präsent. Seit über 30 Jahren ist an der Universität Bayreuth das Iwalewahaus, als Museum für zeitgenössische und moderne Kunst aus Afrika, Asien, dem pazifischen Raum und der Diaspora, im interkulturellen Dialog aktiv. Durch seine Expertise ist es der ideale Ort, um Ideen, Wissen und Visionen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auszutauschen. Dieser Austausch, entlang der Leitlinien des Hauses „Archiv – Kunst – Utopie“, ist als Grundlage einer inklusiven Gesellschaft immer in der Weiterbildung präsent: Barrierefreie Gestaltung ist ein Gewinn für alle, da die Vielfältigkeit des ästhetischen Erlebens gesteigert wird. Das Iwalewahaus eignet sich hervorragend als anwendungsorientierte Spielwiese, um die Ergebnisse des Forschungsprojektes zur Barrierefreiheit im öffentlichen Raum umzusetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Winterausstellung 2017/18 des Iwalewahaus, „Lieblingsstücke – 36 Objekte des Monats“, die inklusiv gestaltet ist und barrierefreie Zugänge zu den Kunstwerken bietet.

Das Angebot „Nur gemeinsam! | Inklusive Kultureinrichtungen – Das Museum“ grenzt sich bewusst von anderen Weiterbildungen in diesem Bereich ab. Nach dem Motto „Nichts über uns, ohne uns“ sind Betroffene maßgeblich an der Entwicklung des Projektes beteiligt und bereichern die Forschung durch persönliche Erfahrungsberichte. Dadurch werden die Teilnehmer_innen der Weiterbildungen in besonderem Maße sensibilisiert, wobei nicht nur architektonische oder physische Barrieren fokussiert werden, sondern auch der zwischenmenschliche Umgang in allen Feldern der Museumsarbeit. Die Weiterbildung ist daher inklusiv und partizipativ gestaltet. Ziel ist es, zwischen Hochschulangestellten, Lehrenden und betroffenen Studierenden zu vermitteln und diese drei Akteur_innen ins Gespräch zu bringen.

Modul 1: AnkommenEinklappen
  • Was heißt inklusive Kulturarbeit?

  • Was sind Barrieren im Museum?

  • Wheelmapping

  • Raumbegriff
Modul 2: ReinkommenEinklappen
  • Anfahrt, Eingangssituation

  • Erfahrungsberichte: Das hindert.

  • Barrierefreie Dokumente

  • Barrierefreies Interface-Design
Modul 3: KlarkommenEinklappen
  • Einlass, Führungen, Shop-Sensibilisierung für inklusive Arbeit

  • Feldversuch Iwalewahaus

  • Archiv und Sammlung barrierefrei

  • Was heißt inklusive Kuration?

  • Ausstellungen ertasten

  • Leitsysteme
Modul 4: WeiterkommenEinklappen
  • Inklusives vermitteln

  • Werbung

  • Netzwerke

  • Feedbackrunde

Lernziele

Nach der Teilnahme an dem Seminar verfügen die Teilnehmer_innen über

  • Kenntnis über die Vorteile inklusiver Museums- und Vermittlungsarbeit zu erkennen und zu nutzen

  • Kenntnis darüber, Ausstellungen von Sammlung bis Vermittlung barrierefrei und inklusiv zu denken

  • Grundkenntnisse im Erstellen von barrierefreien Medien der Museumsarbeit, beispielsweise Flyer und Präsentationen

  • Vermittlungskonzepte für heterogene Zielgruppen sinnvoll einzusetzen

  • Kolleg_innen und Mitarbeiter_innen im Umgang mit behinderten und chronisch kranken Museums- oder Ausstellungsbesucher_innen zu sensibilisieren

  • schnell auf die Expertise des Netzwerks zurückgreifen zu können

  • über den lokalen Kontext hinauszudenken

Darüber hinaus sind sie Teil eines stetig wachsenden Netzwerks, das über BayFinK in Kontakt bleibt.

Verantwortlich für die Redaktion: Anna-Theresa Lienhardt, Telefon: 7302

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