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Prof. Dr.-Ing. Dieter Brüggemann, Gründer der Campus-Akademie für Weiterbildung, verabschiedet sich in den Ruhestand




Benedikt Lieb, 28. Juli 2026 

Seit 28 Jahren lehrt Prof. Dr.-Ing. Dieter Brüggemann an der Universität Bayreuth. Neben seiner Lehrtätigkeit als Inhaber des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik prägte er als Direktor des Zentrums für Energietechnik (ZET), als Geschäftsführer des UBT Future Energy Lab Wunsiedel sowie als Gründer und Direktor der Campus-Akademie für Weiterbildung maßgeblich die Entwicklung der Universität Bayreuth und den Transfer in die Wirtschaft. Mit dem Ende des Sommersemesters 2026 verabschiedet sich Brüggemann nun nach fast drei Jahrzehnten in den wohlverdienten Ruhestand. Bei einer feierlichen Abschiedsveranstaltung betonten seine Kollegen und Wegbegleiter sein herausragendes Engagement für die Universität und die Region. 

"Zum Ende dieses Sommersemesters gehe ich nun in den 'Ruhestand' – zumindest formal". Diese Worte waren in der Einladung zur Abschiedsfeier von Prof. Dr.-Ing. Dieter Brüggemann zu lesen, der nach 28 Jahren seine aktive Lehrtätigkeit an der Universität Bayreuth offiziell beendet. Lediglich "formal" sei der Ruhestand deshalb, da Brüggemann vielen der Gäste auch zukünftig noch privat, aber auch beruflich begegnen wird. Schließlich bedeute sein Ausscheiden aus dem Universitätsdienst keineswegs eine Abkehr von seinem Engagement für Wissenschaft und Wirtschaft in Bayreuth, Wunsiedel und darüber hinaus. Aus diesem Grund handle es sich bei der Abschiedsfeier auch nicht um einen traurigen Anlass, sondern um die Würdigung eines bedeutenden Lebensabschnitts und einen Ausblick auf die Zukunft. 

Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Brüggemann, der im Jahr 1998 von der Universität Stuttgart an die Universität Bayreuth kam, war, so Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible, "einer der prägenden Köpfe" der im selben Jahr neu etablierten Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften. In seiner Eröffnungsrede hob Leible das große Engagement seines langjährigen Kollegen hervor, das von Beginn an weit über Forschung und Lehre hinausreichte: "Wer mit ihm zusammengearbeitet hat, kennt ihn als jemanden, der Brücken baut – zwischen Disziplinen auf der einen Seite, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft [...] sowie zwischen Universität und Gesellschaft". Auch Brüggemanns Wirken als Gründer und Leiter der Campus-Akademie für Weiterbildung seit 2003 erkannte der Universitätspräsident als besondere Leistung an. So habe er mit Weitblick bereits früh die Bedeutung des lebenslangen Lernens erkannt und damit einen wichtigen Beitrag zur Öffnung der Universität und zur Vernetzung mit außeruniversitären Partnern geleistet. 

28 Jahre in 28 Minuten

In seiner "optimistisch '28 Jahre in 28 Minuten' genannten" Abschiedsrede, die, wie er selbst bereits im Voraus befürchtete, den angesetzten zeitlichen Rahmen um ein Vielfaches überschritt, rekapitulierte Brüggemann seine wissenschaftliche Laufbahn – von holprigen Anfängen über eine "Verkettung glücklicher Umstände" bis hin zu seinem beachtlichen Beitrag für Forschung, Lehre und Gesellschaft. Von seinem Geburtsort, dem Dorf Langenei im Sauerland, kam Brüggemann zum Studium nach Aachen und wurde nach seiner Habilitation zunächst als Professor nach Stuttgart berufen, bevor er sich 1998 dazu entschied, als Gründungsdekan an die neue Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften nach Bayreuth zu kommen. Alte und neue Forschungsthemen, viele spannende Projekte und neue Geschäftsfelder wie die berufsbegleitende Weiterbildung prägten Brüggemanns Zeit an der Universität Bayreuth. Am Ende seines Universitätsdienstes stehen über Jahre und Jahrzehnte gewachsene Strukturen – darunter der wissenschaftlich erfolgreiche Lehrstuhl für technische Thermodynamik, das Zentrum für Energietechnik, das UBT Future Energy Lab Wunsiedel und nicht zuletzt die Campus-Akademie für Weiterbildung –, die er maßgeblich mitgestaltete und teilweise auch zukünftig weiterentwickeln wird.

Ein heiterer Abschluss

Im Anschluss an die Abschiedsrede folgten schließlich Beiträge des Dekans der Fakultät für Ingenieurwissenschaften Prof. Dr.-Ing. Stephan Tremmel sowie von Brüggemanns langjährigem Kollegen Prof. Dr.-Ing. Andreas Jess, die beide sein Wirken mit Witz und Heiterkeit auf ihre ganz persönliche Art würdigten – nicht nur als Wissenschaftler, sondern als Mensch, als Kollege und als erbitterter Fußballrivale. Besonders die kurzweilige Laudatio mit dem Titel "Der ganze Dieter" von Professor Jess sorgte für eine ausgelassene Stimmung bei den Gästen, ganz gemäß Brüggemanns Wunsch, die Veranstaltung nicht als einen traurigen Anlass, sondern einen Grund zum Feiern zu gestalten. Zum Abschluss bedankte sich der Mann der Stunde bei allen Gästen für die gemeinsame Zeit, lud im Foyer der Fakultät für Ingenieurwissenschaften zu Speisen und Getränken ein und verabschiedete sich ein letztes Mal aus dem Vorlesungssaal: "Der Italiener sagt 'Ciao', man kann das ambivalent gebrauchen für Hallo und für Tschüss. Hier haben wir etwas Ähnliches – ich sage einfach 'Servus!'".


Kontakt:

Benedikt Lieb, M.A.
Campus-Akademie für Weiterbildung
Universität Bayreuth
Universitätsstr. 30
94557 Bayreuth

benedikt.lieb@uni-bayreuth.de
0921/55-7323

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