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Führungskraft

Was bringt Weiterbildung für die Karriere? 10 Gründe für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Lassen Sie mich raten. Bereits seit einiger Zeit spielen Sie mit dem Gedanken, sich beruflich weiterzubilden. Schon viele Male haben Sie das Internet durchstöbert, haben Kurse, Seminare, Studiengänge miteinander verglichen – und am Ende doch nichts gebucht? Weil Sie meinen, neben Beruf und Familie zu wenig Zeit für eine Weiterbildung zu haben? Oder weil Sie erst Ihren Arbeitgeber überzeugen müssten? Vielleicht auch, weil Sie unsicher sind, welchen langfristigen Mehrwert Ihnen eine Weiterbildung bietet? Dies alles sind legitime Fragen und Zweifel, mit denen sich viele Weiterbildungswillige beschäftigen, bevor sie sich in eine neue Erfahrung stürzen. Die dabei zu überwindenden Hürden werden bei genauerer Betrachtung jedoch immer kleiner, insbesondere, wenn ihnen all die Chancen und Vorteile gegenübergestellt werden, die mit einer Fortbildung einhergehen.

1. Fachkräftemangel? Werden Sie selbst zur Fachkraft!

Der Terminus „Fachkräftemangel“ kreist seit einigen Jahren bedrohlich über vielen deutschen Unternehmen. Er suggeriert, es gäbe nicht genug qualifiziertes Fachpersonal und das, obwohl es Deutschland mit Blick auf die aktuelle Konjunktur sehr gut geht. Dennoch ist das Risiko „Fachkräftemangel“ für viele Unternehmen ein großes Thema. Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sind mit dem Fachkräftemangel hingegen in einer komfortablen Situation: Als gut ausgebildete Fachkraft werden Sie in diesen Unternehmen händeringend gesucht. Weiterbildung verhilft Ihnen dazu, Ihre Qualifikationen zu stärken, selbst zur Fachkraft zu werden und sich somit auf dem Arbeitsmarkt von Mitbewerberinnen und Mitbewerbern abzuheben.

2. Weiterbildung sticht Praktikumserfahrung

Die Konkurrenz schläft nicht. Haben andere während des Studiums Praktika und Nebenjobs absolviert, verbrachten Sie die Semesterferien lieber in der Hängematte. Nicht zu Unrecht will man meinen, doch Ihr Lebenslauf meldet eines Tages doch ein wenig Nachholbedarf an. Dass Sie sich ab einem gewissen Lebensalter nicht in den Praktikantenstatus zurücksehnen, ist dabei selbstverständlich. Nutzen Sie andere Chancen, beispielsweise indem Sie Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen: Dies wird potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zeigen, dass Sie den Drive für die ausgeschriebene Stelle besitzen. Schließlich haben Sie vorher schon einmal Job, Familie, Freizeit und Weiterbildung unter einen Hut gebracht.

3. Erklimmen Sie die nächste Karrierestufe und lassen Sie die (internationale) Konkurrenz hinter sich

Sie haben Ihre vorgegebenen Ziele erreicht und die nächste Karrierestufe steht an? Wähnen Sie sich lieber nicht in Sicherheit, denn Sie sind nicht allein auf dem Spielfeld. Ihre Kolleginnen und Kollegen haben sicher auch einen Blick auf das spannende Projekt oder die höhere Position geworfen und sind gewillt, Ihnen den Triumph streitig zu machen. Darüber hinaus konkurrieren Sie inzwischen mit einem reich gefüllten Pool an Bewerberinnen und Bewerbern aus dem In- und Ausland: Unternehmen mit globalisierten Geschäftsmodellen halten über die nationalen Grenzen hinaus Ausschau nach Fachkräften, die wiederum ganz neue Fähigkeiten für den Beruf mitbringen. Lassen Sie sich davon nicht einschüchtern. Sorgen Sie vor. Weiterbildung macht Sie zur besseren Kandidatin bzw. zum besseren Kandidaten, da Sie nicht nur fachlich bestens gerüstet sind, sondern sich darüber hinaus bereits mit der Zukunft Ihrer Branche auseinandergesetzt haben. Zudem haben Sie bewiesen, dass sie dazu fähig sind, mehrere Projekte gleichzeitig zu jonglieren. Das dürfen Sie gern auch Ihre Chefin bzw. Ihren Chef wissen lassen.

4. Schließen Sie die „Lücke im Lebenslauf“
Nicht alle Ereignisse in unserem Leben sind fest vorhergeplant, sondern kommen vielfach unerwartet – und das ist auch gut so. Doch manchmal unterbrechen kleine oder größere private Angelegenheiten unser berufliches Vorankommen. So zum Beispiel der Wunsch nach einer ausgedehnten Reise, Familienplanung inklusive Elternzeit oder aber der Ausstieg aus dem Beruf, um sich pflegebedürftigen Angehörigen zu widmen. Nicht selten ist es der Fall, dass wir nach einer solchen Auszeit  nicht mehr auf dem Laufenden sind. Weiterbildung kann diese Lücken schließen. Je früher Sie sich mit Ihren Möglichkeiten beschäftigen, desto besser. Nicht immer muss es sofort ein Studium sein, meist reicht auch ein Intensivkurs, der Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten wieder auf den neuesten Stand bringt.

5. Wechseln Sie die Branche

Sie haben jahrelang in der Energiebranche gearbeitet? Oder aber in einem Automobilkonzern? Oftmals kommt nach einigen Jahren im selben Bereich die Erkenntnis, dass es nun an der Zeit ist, sich zu verändern und neues Terrain zu erkunden. Mit einer Weiterbildung, beispielsweise einem berufsbegleitenden Studium, können Sie Ihren Wechsel problemlos vorbereiten und sich inhaltlich mit den Herausforderungen der neuen Branche vertraut machen. Tatsächlich wird ein Großteil der Weiterbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer von dem Wunsch getrieben, sich neu zu erfinden und Ihrem Wunsch, Neues zu erlernen, nachzugehen. Gestalten Sie Ihr Leben selbst und lassen Sie sich dabei nicht von anderen aufhalten. Wer sich verändert, ist zwar genötigt, Liebgewonnenes aufzugeben, wird dabei sicher aber auch Neues liebgewinnen.

6. Machen Sie sich selbständig

Sie schwebt schon länger in Ihrem Hinterkopf, doch bisher haben Sie es von der Denkphase noch nicht in die Realisierungsphase geschafft: Ihre Idee von der Gründung eines eigenen Unternehmens. Die Zeit ist reif und Sie wollen loslegen, doch auf einmal wird Ihnen klar: hier fehlt Ihnen an einigen Ecken und Enden noch so manche Kenntnis. Gehen Sie nicht unvorbereitet in das Abenteuer. Profitieren Sie von einer Weiterbildung, indem Sie Ihren Grundstock an Kenntnissen mit all dem Wissen anreichern, das Sie für Ihren spezifischen Bereich benötigen.

7. Finden Sie neue Perspektiven

Neues Wissen zu erwerben macht nicht nur glücklich, sondern erweitert auch Ihren Horizont. Lassen Sie sich auf diese Erfahrung ein – Sie werden schnell merken, wie viel mehr da draußen auf Sie wartet, als Sie je für möglich gehalten hätten. Vielleicht entdecken Sie Ihre Liebe zu einem neuen Fach- oder Themengebiet. Etwas, das Sie entweder in Ihrer Freizeit beschäftigt oder das Sie beruflich mit neuen Erkenntnissen in Berührung kommen lässt. Weiten Sie Ihren Blick. Sie werden erstaunt sein, wie viele neue Perspektiven sich Ihnen eröffnen werden.

8. Sichern Sie sich finanziell ab

Weiterbildung bringt nicht zwangsläufig eine Beförderung inklusive Gehaltserhöhung mit sich. Streben Sie eine solche jedoch fest an, so können Sie sich darauf verlassen, dass sich der Besuch einer Weiterbildung als Karrierebooster entpuppen wird. Falls Sie nun an die anfallenden Weiterbildungskosten denken, so behalten Sie im Blick, dass Weiterbildung vielfach durch Stipendien, Gutscheine oder Prämien gefördert wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Weiterbildungsurlaub zu beantragen. Tatsächlich gibt es viele Mittel und Wege, Förderungen zu erhalten und die Finanzierung auf mehrere Schultern zu verteilen. In unseren Tipps zu Fördermöglichkeiten haben wir die wichtigsten Förder- und Anlaufstellen für Sie zusammengestellt. Investieren Sie also lieber frühzeitig in Ihre Zukunft – es wird sich eines Tages für Sie bezahlt machen.

9. Lifelong Learning? Bleiben Sie lernfähig!

„Der Zug ist abgefahren!“  – diesen Satz hört man nicht nur von Rentnerinnen und Rentnern, sondern auch von jüngeren, noch im Berufsleben stehenden Personen. Dennoch sollten Sie sich mit diesem Satz nicht anfreunden und mit seinen Konsequenzen leben. Denn die Bereitschaft zu lernen ist nicht nur notwendig, weil unsere Welt von immer kürzeren Technologiezyklen dominiert wird und Innovationen sich stetig ihren Weg in unseren Alltag bahnen. Vielmehr ist Lernen essenziell wichtig für die Gesundheit. Denn: „Wer rastet, der rostet“, und das gilt auch für Ihr Gehirn. Bleiben Sie flexibel und wissbegierig – am besten bis ins hohe Alter.

10. Wagen Sie Veränderungen

Der Sprung ins kalte Wasser kann abschreckend sein. Aber mal Hand aufs Herz: Gehören Sie zu denen, die lieber warten, während andere vor Ihnen die ersten Ränge belegen? Sollten Sie nun zu der Antwort „Ja“ tendieren, so wagen Sie zur Motivation einen Blick in die Zukunft: Wie soll diese aussehen? Was wollen Sie noch erreichen und welchen Lebensstandard erhoffen Sie sich sowohl für Ihre Eltern, Kinder, Ihren Lebenspartner / Ihre Lebenspartnerin als auch für sich selbst? Ein beruflicher Wechsel klingt nach einer großen Herausforderung, doch nicht selten lohnt es sich, die eigenen Ängste zu überwinden. Seien Sie deshalb mutig: Wagen Sie Veränderungen.

Verantwortlich für die Redaktion: Anna-Theresa Lienhardt, Telefon: 7302

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